5 – Paul von Hindenburg

Vorab-Lektüre

Aus der Lesereihe Aus dem Volkslexikon

Hindenburg, Paul von Beneckendorff u. von H., Generalfeldmarschall u. Reichspräsident, *1847, †1934; Sieger in den Schlachten von Tannenberg u. an den Masurischen Seen; seit 1916 als Chef des Generalstabs (Ludendorff Generalsquartiermeister) Oberbefehls-haber aller dt. Truppen. Seit 1925 Reichspräsident; schrieb „Aus meinem Leben“.

Erscheint am 17. April in Ausgabe 4

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5 – Brunei

Vorab-Lektüre

Aus unserer Lesereihe HundertWorteÜber

B r u n e i – Der 5.700 qm große Staat auf der Insel Borneo im Chinesischen Meer ist vollständig nach der islamistischen Recht gerichtet. Es herrscht eine absolute Erbmonarchie mit dem Sultan Hassanal Bolkiah als Regierungschef und Staatsoberhaupt. In dem Staat leben 400.000 Menschen, hauptsächlich islamischen Glaubens.

1984 wurde der Staat unabhängig von dem Vereinigten Königreich und seit 1988 sind alle politischen Parteien verboten. 2004 zeigten sich erste Zeichen der Demokratisierung, da ein gesetzlicher Rat gegründet wurde, wobei 30 von 45 Mitgliedern vom Sultan ernannt wurden.

58% der Landfläche Bruneis sind Urwald, 39% der Fläche sind geschützt. Das Klima Bruneis ist mit durchschnittlich 27°C, tropisch-feucht.

Erscheint am 17. April in Ausgabe 5

4 – In Neuyork 2

Digitalisierung aus Harms Quellenleseheft III, Fremde Erdteile (1927)

Dies ist der zweite Teil des Aufsatzes. Der erste Teil erschien in Ausgabe 3

Mit der riesenhaften Zunahme des Handels und Verkehrs sind in den großen Städten der Vereinigten Staaten die Bodenpreise ungeheuer gestiegen. Das hat in der Hauptgeschäftsgegend Neuyorks (wie auch in Chicago, Pittsburg, Philadelphia, San Francisco, Los Angeles) zur Errichtung von sogenannten Wolkenkratzern geführt. Besonders im Südteil der Insel Manhattan, im eigentlichen Neuyork, steigen dergleichen Stahlriesen in immer größerer Zahl über das Häusermeer empor. Man meint, die Wolkenkratzer könnten mit die Ursache sein, daß sich in Neuyork Sommerhitze nachts nicht abkühlt und daher so erschlaffend wirkt. Alljährlich werden Dutzende gebaut. Im Geschäftsmittelpunkt Neuyorks, im unteren Broadway und seinen Seitenstraßen, geht man schon daran, die oberen Stockwerke der 20-30stöckigen Wolkenkratzer durch leichte Stahlbrücken miteinander zu verbinden.

Viel bewundert wurde unter den Wolkenkratzern früher das „Plätteisen“ (1) an der spitzen Kreuzung des Broadway und der 5. Avenue, dieser beiden Hauptgeschäftsstraßen der Riesenstadt (Avenue heißen die norsüdlich gerichteten großen Längsstraßen mit Baumreihen, namentlich im „oberen“ (nördlichen) Neuyork; sie sind meist nach Zahlen oder Buchstaben benannt. Die 5. Avenue ist die feinste Straße Neuyorks; hier wohnen, zum Teil in äußerlich unscheinbaren Palästen, die Millionäre und Milliardäre. Zugleich liegen hier u. a. Riesenhotels. Der Broadway, das Herz Neuyorks, zieht sich etwa 8 km weit nordsüdlich durch die ganze Stadt, eine der längsten Straßen der Welt. Im Gegensatz zu der ruhigeren 5. Avenue herrscht hier ein überwältigender Verkehr. – Die vielen kürzeren Verkehrswege, die die Avenuen in der Richtung Hudson-East-River rechtwinklig queren, heißen „Straßen“ (streets); sie sind von 1 an nummeriert. Das ältere Neuyork, die „untere Stadt“ an der Südspitze Manhattans, ist von Landungsplätzen, Kais und Speichern umgeben.; es ist das Hauptgeschäftsviertel mit zahlreichen Börsen (Baumwoll-, Petroleum-, Kaffee-, Kohlen- und Eisen-, Produkten- usw. Börse) und vielen „Wolkenkratzern“.) Das „Plätteisen“ bildet einen dreikantigen Turm von 30 Stockwerken und 95 m Höhe (als wenn 20 Riesenplätteisen (2) aufeinandergesetzt wären). Bei keinem, selbst nicht bei viel höheren Gebäuden, zeigt sich die Kühnheit der Bauart in so wuchtiger Form. Das „Plätteisen“ wird eben „nur“ von fünf sechsstöckigen Gebäuden umgeben und wirkt auf dem weiten Platze desto überwältigender. Es teilt den riesigen Menschenstrom jener beiden Hauptadern des Weltstadtverkehrs; es spaltet die Winde, und um seine scharfen Kanten weht es unausgesetzt wie auf dem Domplatz in Köln.

Viel anmutiger und natürlicher wirkt das Gebäude der „Metropolitan-Lebensversicherungsgesellschaft“, nicht weit vom „Plätteisen“. Über einem Hauptgebäude von „nur“ 11 Stockwerken steigt hier ein gewaltiger schlanker Eckturm in 50 Stockwerken 225 m empor (das ist fast bis zur 1,5 fachen Höhe der Türme des Kölner Doms). Ähnlich wirkt auch das „Singergebäude“ (181 m hoch).

Ganz anders, viel massiger, mächtiger dagegen ist das „Hudson Terminal-Gebäude“. Ein einziges Dach überspannt diese Stadt von 22 Stockwerken über und 4 Stockwerke unter der Erde. Ganz zu unterst ist ein Bahnhof mit Einrichtungen für einen täglichen Verkehr von 500.000 Fahrgästen. Was für Zwerge sind all die anderen Riesenbauten, der Vatikan in Rom, der Escorial in Madrid, der Winterpalast in Leningrad gegenüber dem Hudson Terminal! (Dabei darf nicht vergessen werden, daß der amerikanische Großstädter – wie der Engländer – überwiegend in kleinen Häusern wohnt, da er das abgeschlossene Eigenhaus liebt, hatte doch 1920 jeder zehnte Nordamerikaner ein eigenes Wohnhaus). – Es ist eine ganze Stadt für sich, eingeschachtelt mitten im Geschäftsviertel von Neuyork. Hoch darüber aufragend, tief darunter reichend, ein Berg aus Stahl und Mauerwerk mit Straßen, die übereinanderliegen, mit Banken, Post, Telegraphen- und Telephonämtern, Feuerwehr, Polizei, Kaufläden, riesigen Gas- und elektrischen Werken, Dampfmaschinen, Vergnügungsstätten, Bahnhöfen, Wirtshäusern, Klubs, Cafés und einem öffentlichen (Dach-)Garten, der hoch über Neuyork liegt. Die Einwohnerzahl dieser Stadt aus Stahl kann 10.000 Seelen betrage, 10.000 am Tage, und nur einige hundert zur Nachtzeit. 5.000 Räume stehen ihnen zu Gebote oder, wenn man den Durchschnitt eines gewöhnlichen Wohnhauses mit 10 Räumen annimmt, 500 Häuser. „Hudson Terminal“ hat eine Einwohnerschaft von aufs angespannteste arbeitende Männern, mit mehr Millionären, als irgendein Ort der Erde sie besitzt, dabei keine Armen, Bettler oder Kranken. Auch keine Priester oder Kirchen. Der einzige Gott, dem hier gehuldigt wird, ist der Mammon. Um das „Terminal“ zu bauen, mußte man einen großen Krater von 300 m Durchmesser und 30 m Tiefe aus dem Felsen sprengen und dann 24 Millionen Kilogramm Stahl und über 60 Millionen Bauziegel aufeinandertürmen. Das Gebäude der „Equitable“, einer Versicherungsgesellschaft, erreicht mit 62 Stockwerken 300 m Höhe.

Natürlich können die Leute die ihre Geschäftsraume in so wolkenumzogenen Höhen haben, nicht Tag für Tag mehrere Bergbesteigungen machen. Sie werden in Aufzügen hinauf- und hinabbefördert. Das Equitable-Gebäude hat nicht weniger als 38 Aufzüge, darunter sind 12, die bis zum 12 Stockwerk in jedem einzelnen anhalten. Andere durchfliegen diese 12 Stockwerke und diesen dem Verkehr zwischen dem 13. und 20. Stock, und die übrigen sind für den „Fernverkehr“ bestimmte D-Züge mit der ersten „Station“ im 20., 30., 40. oder 50. Stockwerk.

Erschien in Ausgabe 4

Norddeutscher Schreiber 4

Die Ausgabe 4 unserer Wissenszeitung erscheint am 10. April 2014.

Der Inhalt der Ausgabe ist:
– Handel und Wirtschaft
– Kurz erklärt: Der Bundesrat
– Der Tee
– Die Hamburger Börse
– Digitalisierung: In Neuyork II
– Aus dem Volkslexikon: Abraham Lincoln

Die Ausgabe steht wie immer kostenlos als PDF (604.2 kB), oder in gedruckter Form käuflich zur Verfügung.

4 – Die Hamburger Börse

1558 beschlossen die Kaufleute in Hamburg, dass sie auch einen eigenen Handelsplatz haben wollten, wie ihn andere Städte, wie Antwerpen oder Augsburg schon besaßen. Sie überredeten den Stadtrat und bekamen in der Innenstadt einen 400qm großen Börsenplatz.

Der Platz reichte nicht aus und schon zwei Jahrzehnte später wurde er durch eine Halle auf 650qm erweitert. Der Platz reichte wiederum nicht aus und wurde 1670 durch zwei Anbauten auf 850qm erweitert.

Im Jahre 1841 wurde dann das lang ersehnte neue Börsengebäude eröffnet. Für 400 000 Mark Bco. bot der neue Saal auf 2350qm über 4000 Menschen einen bequemen und wettersicheren Raum für ihre Handelsgeschäfte.

In der Börse wurde gehandelt, wie man es heute nur noch aus Filmen oder „türkischen Basaren“ kennt: Die Verkäufer hatten ihren Platz, wo sie mit einem Buch auf ihre Kunden warteten. Die Kunden waren kluge Geschäftsmänner von Banken, die einen Auftrag hatten, und zu einem möglichst billigen Preis bestimmte Ware, zum Beispiel 100kg Assam-Tee, erwerben sollten. Die Händler standen an ihrem Platz und verkündeten durch Rufen ihre Angebote. Die Käufer haben, wenn sie ein gutes Angebot gehört haben, „zugeschlagen“ und sind rufend zu dem Händler geeilt. Dort haben sie die Ware gekauft. Sie haben einen Beleg bekommen und konnten somit nach der Börse zum Geschäftshaus des Händlers gehen und die Ware abholen.

Die Börse war also ein lauter, überfüllter Ort, an dem Geschäftsmänner nach möglichst guten Geschäften gesucht haben. Heute läuft die Börse international und nur noch online ab. Die Preise entstehen immer noch durch Angebot und Nachfrage, aber der Handelsplatz sind große Datenbanken im Intranet. Ja, sogar die Personen in den Börsen, die man in den Nachrichten sieht, sind arrangierte Schauspieler.

Erscheint am 10. April in Ausgabe 4

4 – Tee

Tee ist ein sehr altes Getränk aus Asien. Gekocht werden die Blätter der Teestrauches (Camellia sinensis), nachdem sie aufwendig verarbeitet und getrocknet wurden.

Es gibt zwei Arten von Tee, welche aus dem Teestrauch gewonnen werden: Grünen und Schwarzen Tee. Dabei entstehen die Haupt-nterschiede nur durch die verschiedenen Verarbeitungen.

Es gibt unzählige verschiedene „Teesorten“, welche durch die verschiedenen Anbaugebiete in Indien, Sri Lanka, Japan oder China, die Verarbeitung oder auch durch die verschiedenen Kombination erreicht werden. Bekannteste Sorte ist der Darjeeling-Tee, welcher wiederum in verschieden Sorten erhältlich ist, wobei die Preise manchmal bis zu 50 € für 100 g betragen können.

In Deutschland kam der Tee zuerst bei den Ostfriesen sehr gut an. Im 17. Jahrhundert haben die ersten Ostfriesen das Getränk bei den holländischen Seefahrern getrunken. Mittlerweile sind die Ostfriesen weit über Ost-frieslands Grenzen für ihre Teekultur bekannt. Die Ostfriesen trinken sogar mehr Tee als die Briten.

Vielleicht probieren Sie ja auch mal eine Tasse Darjeeling, Assam, Ceylon, Ostfriesen, Grünen, Weißen, Matcha, … Tee im Café um die Ecke.

Erschien in Ausgabe 4

3a – Der Totale Krieg

Der Totale Krieg – Alfred Baeumler
In seinem Werk „Bildung und Gemeinschaft“ (1942 – Junker und Dünnhäupt Verlag Berlin) schrieb der nationalistische Pädagoge und Philosoph Alfred Bauemler, welcher maßgeblich die Erziehung im Nationalsozialismus beeinflusste, folgenden Aufsatz über den Totalen Krieg.

„Die Jungmannschaft unseres Volkes ist auf den Ruf des Führers an den Grenzen des Reiches angetreten und im Osten tief in Feindes Land eingedrungen. Mit der Waffe in der Hand erkämpft das deutsche Volk zwanzig Jahre nach dem Abschluß des schmählichen Friedens seiner Geschichte, auf den weiten Feldern des Ostens; im Gebiet eines durch das Verbrechen von Versailles konstruierten und heute schon nicht mehr bestehenden Staates die Freiheit und Zukunft seines Reiches.

Wir alle fühlen, daß ein neues Weltalter im Anbrechen ist. Die große Seemacht, unter deren Herrschaft die Erde durch Jahrhunderte gestanden hat, sucht durch einen verzweifelten Angriff zu verdecken, daß sie in den Zustand einer aussichtslosen Verteidigung ererbten Besitzes eingetreten ist. Inmitten einer sich neu gruppierten Welt erhebt sich das werdende großdeutsche Reich.

Nicht um diesen Vorteil oder jenen Nutzen geht es heute. Es geht um die Absteckung der politischen und der seelischen Grenzen des Reiches, das wir unseren Kindern hinterlassen wollen. Mit unserer Jungmannschaft sind wir alle angetreten, um dorthin zu marschieren, wohin der Glaube des Führers uns weist. In der feierlichen Stunde dieses Aufbruchs wollen wir uns geloben, daß der Glaube derer, denen Deutschlands Jugend anvertraut ist, niemals geringer sein soll als der Glaube der Mannschaft, die die Heimat schützt und eine Weltwende heraufführt.“

Aufgabe:
1. Beschreibe, was Alfred Baeumlers als „Totalen Krieg“ versteht.
2. Erläutere das Ziel des Totalen Krieges mit Beachtung deines
bisherigen Hintergrundes.
3. „die die Heimat schützt und eine Weltwende heraufführt.“ – Erläutere
die „Weltwende“.

Erschien in Ausgabe 3a